Den Garten an den Stil des Hauses anpassen

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Posted by | Posted in Garten | Posted on 19-06-2014

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Die Planung des eigenen Hauses ist für alle Bauherren eine bewegende Zeit. Unendlich viele Gedanken, Ideen und Wünsche fließen in diese Vorbereitungen mit ein. Der Stil des Hauses soll den individuellen Vorstellungen entsprechen und muss sich dennoch in einen eventuellen Bebauungsplan einpassen lassen. Die Anzahl der benötigten Zimmer, Platz für den Beruf und für die Hobbys? Es vergehen Monate, bis dieses Konzept reif zur Umsetzung ist. Sind damit jedoch alle Planungen abgeschlossen?

Nein, denn da ist schließlich auch noch die Außenanlage. Ist sie bereits in diesem Stadium des Hausbaus von Bedeutung? Eindeutig ja, denn auch hinsichtlich der Gartengestaltung bestehen Wünsche und Vorstellungen zu seinem Charakter. Die zukünftigen Bewohner verbringen, den Nachtschlaf nicht eingerechnet, in der warmen Jahreszeit mindestens genauso viel Zeit in ihrer grünen Oase wie in den abgeschlossenen vier Wänden. Der Garten ist ihr Wohnzimmer im Grünen und deshalb ist sein Stellenwert ebenbürtig zur Gestaltung der Wohnung. Beide Bereiche sollten bei der Planung gleichberechtigt behandelt werden. Nur dann führt sie zum komplexen Grundstück mit Wohlfühlcharakter zu jeder Zeit des Jahres. Die Ansichtsgüte, indem der Baustil des Hauses und der Stil des Gartens perfekt aufeinander abgestimmt sind, bildet die Grundlage zu allen weiteren Planungen.

Hausstil und Gartencharakter in Kombination

Der Wohnbungalow

In den sechziger Jahren der Favorit, später in Vergessenheit geraten und jetzt wieder stark im Kommen ist der Wohnbungalow. Er besteht zumeist aus einer ebenerdigen Etage, kann jedoch auch unterkellert werden. Das Dachgeschoss kann aus einem Flachdach, häufig auch aus einem Walmdach bestehen, dessen Ausbau nur selten vorgesehen ist. Das gesamte Leben spielt sich dementsprechend ebenerdig ab. Ein Wohnbungalow benötigt eine große Grundfläche und sollte deshalb auf einem möglichst großen Grundstück errichtet werden.

Angesichts dieser Bauweise kann er mit einer großzügigen Terrasse ausgestattet werden, die in die Weitläufigkeit des Gartens einmündet.

Ein Wohnbungalow sollte in seiner flachen Bauweise nicht zwischen hohen Bäumen verschwinden. Sie würden seine Architektur erdrücken. Vielmehr profitiert er von einer großflächigen Wiese, eventuell einer Wasserlandschaft und solitären Gehölzgruppen sowie Staudenrabatten entlang der Gartenwege. Der Bungalowstil ist meist zeitlos und dementsprechend sind auch bei der Gartengestaltung vom Bauern- und Kräutergarten bis hin zum Spielplatz für die Kinder keine engen Grenzen gesetzt.

Das Einfamilienhaus

Dieser Baustil ist die am häufigsten verwendete Form des Hauses. Als Massiv- oder Fertigteilbau in vielen Ausführungen bereits vorkonfektioniert ist es sehr preisgünstig und bietet Platz für die gesamte Familie. Das dazugehörige Grundstück ist meist aus Kostengründen nicht üppig bemessen und bei ihm spielt die Nutzung aller Möglichkeiten eine große Rolle. Dazu gehört neben der Terrasse auch ein eventueller Balkon. Die Ausrichtung des Hauses ist dabei von grundlegender Bedeutung. Vor allem bei Westlagen der Terrasse ist ein Balkon in Ostlage eine wesentliche Bereicherung. Er bietet die Möglichkeit, die Morgensonne zu genießen oder sich während der Tageshitze in den Schatten begeben zu können.

Der kleine Garten bietet weniger Spielraum bei der Gartengestaltung. Gemüsebeete in der Sichtachse sind nicht jedermanns Sache und Gehölzgruppen führen nochmals zu einer optischen Verkleinerung des Gartens. Ein einziger Solitärstrauch wie beispielsweise eine Magnolie oder ein Roseneibisch auf der Wiese platziert ist jedoch eine ansehnliche Bereicherung.

Der Bauhausstil des Einfamilienhauses

Vor allem junge Bauherren bringen den Mut zum Bauhausstil auf. Er steht im Widerspruch zum tief verwurzelten Begriff des Einfamilienhauses mit einem Spitzdach. Gerade Fluchten, flächenbündige Fenster und ein Flachdach hinter einer Attika ? der Bauhausstil ist die derzeit modernste Form im Einfamilienhausbau. Sein Markenzeichen sind moderne Materialien wie Glas und Edelstahl, die sich wie ein roter Faden durch die gesamte Haus- und Gartengestaltung durchziehen sollten. Bereits die Terrasse wirkt mit einer Überdachung aus Edelstahl modern und eine Holzkonstruktion wäre deplatziert. Ein Balkon oder auch Austritte vor verschiedenen Räumen sind nicht nur nützlich, sondern verfeinern den Bauhauscharakter. Hier ist Edelstahl der uneingeschränkte Favorit für Balkongeländer und Brüstungen. Sie sind nicht nur besonders pflegeleicht und allen Witterungseinflüssen gewachsen. Vielmehr sind sie ein Zeichen der Moderne, die sich in den dahinter liegenden Innenräumen fortsetzt. Weitere Vorteile von Edelstahl Balkongeländer lesen Sie hier.

Der Garten des Einfamilienhauses im Bauhausstil ist meist nur gering bepflanzt und pflegeleicht. Dies hat einen Hintergrund, der sich fast unbemerkt von allein einstellt. Junge Eltern sind meist berufstätig und mit der Erziehung ihrer Kinder ohnehin stark ausgelastet. Hinzu gesellt sich ihre bisherige Unerfahrenheit in der Gartenpflege. Mit einem dezent bepflanzten Garten wachsen sie in dieses Metier hinein, ohne dass es zur Last wird. Ein Rasen und der Spielplatz für die Kinder müssen unbedingt vorhanden sein. Ein kombiniertes Gemüse- und Erdbeerbeet erfordert nur eingeschränkten Aufwand und auch die Kinder wachsen in die Anforderungen der Pflanzenpflege hinein. Eine Kulturheidelbeere, Sommerhimbeeren und zwei bis drei Säulenobststämmchen sorgen schon bald für leckeres Obst. Alle zukünftigen, gärtnerischen Veränderungen ergeben sich aus der wachsenden Erfahrung heraus.

Der Landhausstil

Dieser Baustil findet vorwiegend in ländlichen Regionen seine Verwendung. Er besteht aus einem mindestens zweigeschossigen, frei stehenden Einfamilienhaus mit üppigen Dachüberständen, Erkern und Gauben. Beim Landhaus hat der natürliche Baustoff Holz neben dem Mauerwerk die Oberhand. Balkone und Erker sind nahezu unentbehrlich und bereichern seine Architektur. Aber auch sie werden fast ausschließlich mit Geländern und Brüstungen aus Holz ausgestattet. Der Windfang vor dem Haus oder eine Überdachung des Hauseinganges wirken ebenso nur harmonisch, wenn sie sich den Dachüberständen, Balkonen und Erkern in Holzbauweise anpassen.

Das Einfamilienhaus im Landhausstil ist ein Einzelobjekt und benötigt deshalb Platz auf einem entsprechend großen Grundstück. Hier sind dem Hobbygärtner alle Freiheiten hinsichtlich einer üppigen Bepflanzung gegeben. Für Sichtschutzzäune, Pergolen und sonstige Rankhilfen direkt am Haus gilt ebenfalls, Holz zu verwenden. Bei einem weitläufigen Grundstück kann jedoch durchaus eine Abgrenzung durch eine in der Sichtachse platzierten Hecke erfolgen und dahinter beginnt eine andere Welt. Hier kann ein Pool mit moderner Gestaltung, Handläufen und Geländern aus Edelstahl einen eigenständigen Charakter entwickeln. Rustikales Landhaus mit Holz sowie Moderne mit Edelstahl und junger Möblierung müssen sich nicht ausschließen. In Eigenständigkeit verfeinern sie die Architektur von Haus und Garten.

Gartentrends 2013

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Posted by | Posted in Garten | Posted on 14-08-2013

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Die neue Gartensaison

Die Gartensaison startet dieses Jahr zwar verspätet, doch in Gartencentern und auf Pflanzenmessen lassen sich schon die Gartentrends 2013 bewundern und regen zur Umsetzung im eigenen Garten an. Der Wunsch nach einem eigenen Garten ist auch bei vielen jungen Stadtmenschen, die nur über einen Balkon oder eine kleine Terrasse verfügen, gegenwärtig. Daher geht der Trend hin zu immer kleineren Gärten, die sich in ihrer Gestaltung häufig auf das Wesentliche konzentrieren, dafür aber umso pflegeleichter sind. Balkonpflanzen, die den ganzen Sommer über blühen und auch mal ein Wochenende ohne gegossen zu werden überleben, sind besonders beliebt. Für sonnige und windgeschützte Ecken, bietet sich zum Beispiel die Mandevilla an. 2013 hält vor allem der ländliche Stil, mit ursprünglichen Materialien, runden Formen und vielfältigen Pflanzen Einzug im Garten. Eine immer größere Rolle spielt auch für den heimischen Gärtner die Nachhaltigkeit.

Hochbeete – Ideal auch für ältere Menschen

Nicht nur junge Familien wünschen sich einen Garten, sondern auch ältere Menschen entdecken noch spät ihre Freude an der Arbeit im Grünen. Gerade im Alter sollte ein Garten pflegeleicht und barrierefrei sein, damit man lange Spaß an ihm hat. Um nicht auf den Anbau von prächtigen Blumen oder Obst und Gemüse verzichten zu müssen, bieten sich hier Hochbeete besonders an, die auch diese Saison wieder voll im Trend liegen. Sie stellen ein eigenes Gestaltungselement aus Holz, Flechtwerk oder Sichtbeton dar und zum Bepflanzen muss man sich weder bücken, noch muss man tief in die Hocke gehen.

Vertikalgärten – Pflanzenpracht auf kleinstem Raum

Gerade dort wo nur wenig Platz für Pflanzen vorhanden ist, wie etwa auf dem Balkon oder der Terrasse, stellen Vertikalgärten eine sinnvolle Alternative zum herkömmlichen Blumenbeet dar. Die grünen Wände eignen sich für eine Vielzahl an Pflanzen und lassen sich platzsparend sogar im Innenraum aufstellen. Ob Blumen oder senkrecht angebautes Gemüse, Vertikalgärten passen sich gut in die Architektur moderner Gebäude an.

Miniaturgärten

Auch wenn Balkon oder Terrasse fehlen, muss man nicht vollständig auf einen Garten verzichten. Miniaturgärten, beispielsweise in Gläsern und Vasen, holen die entspannende Wirkung in die eigenen vier Wände. Den Gestaltungsmöglichkeiten sind hierbei kaum Grenzen gesetzt. Torfmoos aus dem Blumenladen bildet eine gute Grundlage, um die Garten-Modelllandschaft nach eigenen Wünschen zusammenzustellen. Bonsaibäume, Steine und ein wenig Erde richtig zusammengestellt, entfalten ihre volle Wirkung so im Inneren.

Obst und Gemüse auf Balkon und Terrasse

Nicht nur große Gärten eignen sich, um Obst und Gemüse anzubauen. Auch auf sonnigen Balkonen und Terrassen lässt sich mitunter eine schmackhafte Ernte einfahren. Gut geeignet sind hier Monatsbeeren oder andere Früchte, die mehrfach tragen. Bei ausreichend Sonne und nährstoffreicher Erde, steht den eigenen Erdbeeren oder Tomaten so nichts entgegen. Vor allem bei Tomaten steht eine Vielzahl von Sorten zur Auswahl, die es in keinem Supermarkt zu kaufen gibt.

Formgehölze

Es gibt viele Möglichkeiten in Form geschnittene Gehölze zu verwenden. Ob sorgfältig in Form von Hecken gestutzt, zur Abgrenzung oder aufwendige und kunstvolle Skulpturen in Grün. Der Fantasie sind hier kaum Grenzen gesetzt. Geometrische Formen, Kugeln und Spiralen lassen sich ebenso umsetzen, wie etwa Fantasie- und Tierfiguren. Die meisten immergrünen Formgehölze müssen einmal im Jahr zurückgeschnitten werden, doch es gibt auch pflegeleichte Pflanzen, wie die schlanke Säuleneibe, bei der kein Formschnitt notwendig ist.