Individuelle Gartengestaltung

Ein individueller Garten, der das Auge und die Sinne erfreut, wirkt oft durch seine unaufdringliche Einheit, das vermittelnde Bild einer kompletten Landschaft. Alle Pflanzen und Anlagen darin scheinen die Umgebung harmonisch zu ergänzen.

Um diese Vollkommenheit einer individuellen Gartengestaltung zu schaffen, braucht es nicht einen Landschaftsarchitekten oder Gartendesigner, wohl aber das Wissen des Gärtners um die optische Wirkung von Perspektiven und Wirkung der Objekte im Garten. Die Einheit des Bildes ist stets zu wahren, wenn eine Bank hier und ein Baum dort hingesetzt werden, es ist zu beachten was wirkt und was nicht.

Elemente, die den Garten einen sind:

Wiederholungen – Ordnung im Variantenspiel, die Wiederholung von Pflanzen und Pflanzenkombinationen, Gruppierungen auf einigen Plätzen helfen, die Optik zu multiplizieren.

Gleichgewicht – Entlang einer Achse, einer imaginärer Bezugslinie, muss der Blickfang auf beiden Seiten gleich stark sein. Eine formelle Gartengestaltung ist symmetrisch, die Bepflanzung auf jeder Seite im Eindruck ähnlich, aber in der Zusammensetzung verschieden. Das verschafft einen ausgewogenen Eindruck.

Ausrichtung – das Verhältnis der Pflanzen zueinander und zu den angrenzenden Objekten muss ausgewogen sein. Die Ausrichtung bezieht sich auf die Größe und Ausmaße. Um alle Planzen in einer Anpflanzung zu sehen, werden wie in einem Aquarium die höchsten hinten, die mittelgroßen Pflanzen in der Mitte, und die kurzen und kleinen auf der Vorderseite gepflanzt. Dabei sollte eine ausgefallene, auffällige Pflanze stets auf die Vorderseite eines Beetes oder einer Pflanzreihe platziert werden, das bringt einen interessanten Kontrastpunkt ins Bild. Sind diese Grundregeln einmal verinnerlicht, kann man seiner spielerischen Natur freien Lauf lassen. Wie in Computerspielen können sich selbst gestaltete Bauelemente wie Stufen mit aus dem Baumarkt ergänzten Objekten wie großen Tontöpfen ergänzt werden und mit passenden Pflanzen umspielt werden.

Ein attraktiver Weg als warmes Willkommen

Einfahrten und Wege sind ein integraler Bestandteil der Gartengestaltung. Schön ist eine Einfahrt dann, wenn sie nicht als solche ins Auge springt, eher als ein alternativer Weg, aber ein einladender Pfad zum Haus. Farbige Betonsteine mit einem Flusssteinstreifen in der Mitte sind attraktiv und interessant. Der Mittelstreifen im Ausbau dient dazu, Regenwasser zu absorbieren.

Vorgarten

Ein kleiner Vorgarten kommt besser zur Geltung, wenn er mit Pflanzen statt mit einem Rasen versehen ist. Dunkelrote und burgunderfarbene Pflanzen kontrastieren gut mit Mauerwerk und Zäunen.

Soll sich der Garten nahtlos in die Natur einfügen (wie es als “in Szene gesetzte Natur” heisst) , holt man sich am besten Inspiration aus der Umgebung, von außerhalb des Grundstückes. Pflanzen, die außerhalb der Gartentüre wachsen, werden in den Garten geholt, ebenso lokale Steine oder andere spezifische Materialen und Objekte.